Stadtrats-Ressorts überprüfen

„Jedem Tierchen sein Pläsierchen“ ist ein Zitat, das auf die 1887 erschienene humoristische Gedichtsammlung von Edwin Bormann zurückgeht. Auch heute ist dieses Sprichwort in vielen Bereichen unseres Lebens oft zutreffend, wenn es darum geht, die eigenen Vorlieben zu betonen.

 

Im Zusammenhang mit den Stadtratswahlen im Herbst 2012 zeichnen sich bereits jetzt viele Vorlieben verschiedener Kandidaten ab. Der Eine würde gerne in die Sicherheit, der Andere lieber in das Ressort Liegenschaften, weitere Wünsche werden folgen. Die Kollegialbehörde lässt grüssen…

 

Aktuell werden die verschiedenen Pensen diskutiert. In einer Unternehmung werden nicht die Pensen diskutiert. Es wird sachlich, nüchtern analysiert, welcher Bedarf in welchem Bereich erforderlich ist, um die entsprechenden Leistungen zu erbringen.

 

Auch FOX hat Wünsche. Nämlich den Wunsch nach nachhaltigen Lösungen. Wir stellen uns nämlich die nachhaltige Frage: Ist die aktuelle Ressortverteilung richtig? Gäbe es vernünftigere Konfigurationen, welche der aktuellen und künftigen Struktur der Stadt Rapperswil-Jona eher entsprächen?

 

Unseres Erachtens sind die Ressorts umzuverteilen. Was hat zum Beispiel der Bereich Liegenschaften beim Sport und Freizeit zu suchen? Sinnvoll wäre wohl die Integration zum Ressort Bau, Verkehr & Umwelt. Womit sich allenfalls auch ein 100% Pensum für den Bauchef rechtfertigen würde. Hätte man solche Anpassungen schon früher an die Hand genommen, dann wäre vermutlich der eine oder die andere Bisherige auch noch auf dem Wahlzettel im September.

 

Die 30% Nebenämter erachten wir als sehr sinnvoll. Die Praxis findet so Einzug im Stadtrat und die Stadt erhält wichtiges und wertvolles Knowhow dieser Ressourcen.

 

FOX sieht speziell auch einen Nachholbedarf punkto Wirtschaftsförderung. Seit dem Rückzug der Wirtschaftsförderung auf die Kantonsebene geht bei uns in dieser Hinsicht nichts mehr. Unter Wirtschaftsförderung auf der Website der Stadt verweisen einige magere Links auf Partner. Das Unternehmerfrühstück ist in kommunikativer Hinsicht anscheinend das Highlight der Wirtschaftsförderung.

Mit rund 1 Million Franken wird Kulturförderung betrieben. Mit einem Budget von 1 Million Franken könnte durch Wirtschaftsförderung in den nächsten 5-10 Jahren die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben wesentlich gefördert werden, was sich massgeblich auf viele Bereiche der Stadt positiv auszuwirken würde. Und selbst die Kultur würde davon profitieren.

 

Unseres Erachtens braucht es also ein Ressort Wirtschaft und Tourismus. Den Wirtschaftsbereich für die Arbeitsplätze und den Tourismus für die Gäste unserer lokalen Gewerbetreibenden. Diese Disziplinen müssen in einem Ressort verankert werden - professionell.

 

FOX, Oliver Bühler, 15. Juni 2012

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